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WebDAV Anleitung für Linux Desktops

Linux Desktop - WebDAV/Netzwerkordner

Linux Desktops sind, im Gegensatz zu Windows und Mac OS X, viel heterogener. Nicht nur die Distribution, sondern
auch der persönliche Geschmack bestimmen, welche Oberfläche und welche Dateimanager zur Anwendung kommen. Daher ist
es nicht ganz einfach, eine allgemeingültige Anleitung für WebDAV am Linux Desktop zu schreiben, denn:
Entgegen der Vorstellung, dass Linux in Sachen Netzwerke immer alles kann, funktioniert WebDAV nicht mit jedem
Desktopsystem ohne Weiteres.
Neuere KDE-basierende Systeme mit Konqueror als Dateimanager machen (nach meinen Erfahrungen) am
wenigsten Probleme. SUSEs Dolphin hat hingegen ebenso Fallstricke, wie Nautilus unter dem sehr beliebten
GNOME-basierenden ubuntu 8.x.

Konqueror unter KDE

Im Konqueror reicht an sich die Eingabe der korrekten URI in der Adressleiste aus, um über das nachfolgende
Login die WebDAV-Share am Grafik Krausz Server verwenden zu können. Ein Lesezeichen
(Bookmark) und die permanente Speicherung von Benutzername/Kennwork erfordern ab dann nur mehr einen Klick.
Auch ein Desktop-Objekt ist bei Bedarf schnell erzeugt.

 |  |  |  | Die korrekte Secure-WebDAV-Adress-Syntax in Konqueror lautet:

webdavs://www.grafikrausz.at/[Ihr persönlicher WebDAV-Pfad] |  |  |  |  |
Der
in neueren KDE-Desktops (openSUSE 11, Mandriva One, etc.) vorhandene "Assistent für Netzwerkordner" (KNetAttach)
funktioniert zwar, sofern man alles richtig eingibt, selbiges ist aber gar nicht so einfach - daher halte ich diesen Assistenten
für keine große Hilfestellung und empfehle die o.a. Methode in Konqueror.


Frühere Konqueror/KDE Versionen (bis 4.0.x)
lassen sich nicht dazu bewegen, das am Server verwendete UTF-8 Encoding zu erkennen bzw. zu verwenden.
Das bedeutet, dass Dateinamen außerhalb des ASCII-Bereiches nicht korrekt dargestellt werden und auf solche
Dateien nicht zugegriffen werden kann. Ab KDE 4.1.x scheint dieser Mangel aber behoben zu sein.

GNOME Desktop

Unter GNOME ist die Sache ähnlich wie unter Mac OS X. Im Dektop-Menü (an der Desktop-Oberkante)
Klickt man im Menü "Orte" auf den Punkt "Verbindung zu Server ...". Daraufhin erscheint das entsprechende Dialogfeld.
In früheren Versionen gab es in der Liste "Dienste-Typ:" hier "Sicheres WebDAV (HTTPS)" auszuwählen - in aktuellen Versionen
(wie z.B. 2.22.2, ubuntu 8.04) fehlt dieser Eintrag mysteriöser Weise leider. Es geht aber trotzdem:
Man wählt aus der Liste den Punkt "Benutzerdefinierter Ort". Im Eingabefeld "Ort:" wird dann die URI, die Sie von mir
per E-Mail erhalten haben, eingefügt.

 |  |  |  | Die korrekte Secure-WebDAV-Adress-Syntax lautet in GNOME/Nautilus:

davs://www.grafikrausz.at/[Ihr persönlicher WebDAV-Pfad] |  |  |  |  |
Es empfiehlt sich, gleich die Checkbox
"[x] Lesezeichen hinzufügen" zu aktivieren (dieses findet man später im Menü "Orte" unter "Lesezeichen" wieder).
Nachdem man [Verbinden] klickt, erscheint der Login-Dialog, wo Benutzername und Kennwort eingegeben werden.
Nach erfolgreicher Anmeldung wird Ihr WebDAV-Ordner auf den Desktop gemountet und kann verwendet werden. Selbiges
passiert auch, wenn später das angelegte Lesezeichen geklickt wird.

sudo apt-get install ...

... wem das etwas sagt, der/die kann eine WebDAV-Freigabe auch selbst mounten,
z.B. unter Verwendung des WebDAV Linux Filesystems (davfs2)
über die Konsole mit dem Befehl

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sudo mount.davfs -o username=[Ihr Benutzername],password=[Ihr Passwort]
https://www.grafikrausz.at/[Ihr freigegebener Ordner] /[gewünschter Mountpoint, z.B.
/home/Benutzer/Desktop/Grafik_Krausz]
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Eine Alternative, die es erlaubt, Dateisysteme im Userspace zu mountern, ist
FUSE, weiters gibt es noch das Konsolentool cadaver. Diese Hilfeseite ist aber für Desktop-Anwender und nicht
für Poweruser gedacht, deshalb möchte ich es hier bei diesen Hinweisen belassen.

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© 2009 Grafik Krausz, Juergen Krausz, Graz/Austria/EU. Alle Rechte vorbehalten. | Letzte Aktualisierung: 03.11.2008
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